Den richtigen Weg finden

Handy, Smartwatch, GPS oder doch lieber eine klassische Faltkarte? Die letzten Wochen des Jahres 2020 habe ich die Pros und Cons abgewogen. Viele Blogs, Erfahrungsberichte und meinen Traumpfad-Wanderführer gewälzt. Die Frage nach der richtigen Navigation ist eine Wissenschaft für sich. Einige empfehlen neben dem Wanderführer unbedingt detailiertes Kartenmaterial für jede Alpenregion, die man durchquert (also minimal sechs Faltkarten). Andere meinen, der Wanderführer sei vollokommen ausreichend. Wieder andere ergänzen den Wanderführer mit ihrer Smartwatch oder dem Smartphone und dann gibt auch noch diejenigen mit einer klassischen GPS-Navigation.

Wesentlich für meine Entscheidung war die Tatsache, dass ich meine Tracks gern aufzeichnen und unkompliziert online für verschiedene Personen zugänglich machen möchte. Seit fast drei Jahren nutze ich auf dem Smartphone die Outdoor-App Komoot, um Mountainbike- und Wander-Touren zu planen, zu navigieren und aufzuzeichnen. Dadurch konnten wir schon allerhand Wege auch in unserer Heimatregion entdecken, die wir sonst nie gefunden hätten. Das Kartenmaterial ist detailreich und kann offline verfügbar gemacht werden. Dennoch möchte ich die Tour nicht nur mit meinem Handy in Angriff nehmen, zumal das verbaute GPS nicht immer präsize und vor allem stabil läuft. Da mir persönlich GPS-Uhren für die Navigation zu klein sind, entschied ich mich für das Oregon 700 von Garmin. Via Bluethoot lässt es sich mit dem Handy koppelt und erlaubt über Garmin Connect die Synchronisierung der geplanten und absolvierten Tracks mit Komoot. Vor einer Wanderung muss das Kartenmaterial im WLAN auf dem GPS offline verfügbar gemacht werden, sonst wird’s nix mit der geplanten Tour. Da die Navigation mit rund 250 € nicht ganz preisgünstig ist, entschied ich mich gegen das kostenpflichtige Kartenmaterial des Herstellers. Stattdessen greife ich auf die Karten des OpenStreetMap-Projektes zurück. Ähnlich überteuert sind auch die Akkupacks von Garmin. Einziger Vorteil: durch die feste Verbindung beider Akkus über eine Brücke können sie direkt im Geräte geladen werden. Denn so wird der kleine Knopf in der Mitte des Akkufachs gedrückt und der Strom kann fließen. Mit einem kleinen Trick lässt sich das aber auch für jedes beliebige Akku-Paar realisieren: Einfach ein kleines, flaches Stück Plastik leicht unter die Akkus auf den Knopf schieben und schon sollte es funktionieren. Ich persönlich habe einfach eine kleine Ecke meiner alten Girokarte ausgeschnitten.

Während wir auf einer kleineren Tour rund um Hartenstein am Rande des Erzgebirges Ende November noch mit dem Handy navigierten, kam Mitte Dezember erstmals das GPS samt OSM-Material zum Einsatz. Die Navigation funktionierte gut. Einzig die Akkus machten schnell schlapp. Auf der gesamten Tour mussten wir insgesamt drei Mal wechseln – deutlich zu viel für meine Begriffe. Doch die Schwachstelle war schnell gefunden: Bluetooth und WLAN fraßen den Strom und sollten deshalb unbedingt abgestellt werden. Das gilt umso mehr für Touren im Winter, bei denen die Kälte den Stromspeichern ohnehin zusetzt. Auch die Rucksäcke haben wir das erste Mal auf einer Wanderung Richtung Limbach-Oberfrohna im Dezember unter Vollast – sprich zehn Kilogramm Gepäck in Form von Wasserflaschen – getestet. 21 Kilometer – eine schmerzhafte Erfahrung für meine Füße, obwohl es kaum bergauf und die meiste Zeit auf weichem Untergrund voranging. Da liegt noch ein weiter Weg vor mir – so viel ist sicher.

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